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Bericht aus der IHK-Zeitschrift [30.01.17]


ISDN IST TOT – ES LEBE VOIP

 

Spätestens 2018 ist es soweit: Voice over IP (VoIP) Telefonie wird die Nachfolge von ISDN antreten.

Doch viele Unternehmen haben immer noch nahezu ihre gesamte Kommunikation auf dem alten Standard aufgebaut und sind auf die Umstellung so gut wie nicht vorbereitet. Wie können genau jene Betriebe den Wechsel vollziehen, ohne dass die Kontinuität ihres Geschäfts negativ beeinträchtigt wird?

 

Viele Unternehmen scheuen sich aktuell noch vor der Aufgabe – aber oft nur aus Unsicherheit und Unwissen. Denn vielen Verantwortlichen ist nicht klar, welche Optionen sie haben und dass sie ihre bestehende Kommunikationsanlage möglicherweise nur umrüsten müssen. Was genau steckt hinter der All-IP-Umstellung und was bedeutet sie für die Unternehmen?

 

Grundsätzlich stellt sich das eigentliche Telefonieren dabei für den Teilnehmer genauso dar wie bei der klassischen Telefonie. Die Sprachqualität kann im Umfeld von IP allerdings deutlich besser sein, sollte HD-Telefonie zum Einsatz kommen. Dass bei VoIP keine dedizierten „Leitungen“ durchgeschaltet werden, sondern die Sprache stattdessen in digitalisierter Form als Paket per IP transportiert wird, merkt der Nutzer beim Telefonieren nicht. Ein Vorteil der IP-Technologie ist, dass die Telefonnummer nicht mehr zwingend einer festen Leitung zugeordnet ist. Durch die jeweilige Authentifizierung der Nutzer – dies funktioniert in der Regel direkt über deren Endgeräte – kann ein Anschluss komplett unabhängig vom Aufenthaltsort genutzt werden. Dies nennt man „nomadische Nutzung“ und ist die Grundlage von Unified Communications. Eben diese Digitalisierung bedeutet jedoch auch, dass nicht mehr die alten Telefongeräte genutzt werden können. Es müssen vielmehr entweder spezielle IP-fähige Endgeräte eingesetzt oder aber ein externes Gateway davor geschaltet werden.

 

Die Umstellung auf All-IP-Kommunikation eröffnet Unternehmen völlig neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. So lassen sich beispielsweise problemlos Dienste wie Videotelefonie nutzen – natürlich nur, sobald das Gegenüber ebenfalls auf IP-Telefonie umgestellt hat. Auch wird die Mobilität der gesamten Belegschaft deutlich gesteigert. Denn wie bereits erwähnt, ermöglicht IP-Technologie die Rufnummernnutzung über unterschiedliche Geräte, Standorte und Anschlüsse hinweg – gerade in Verbindung mit einem vollständigen Unified-Communication-Paket. Dann sind beispielsweise Außendienstmitarbeiter stets über ihre Büro-„Festnetz“-Nummer erreichbar, die Anrufe werden jedoch je nach Standort mal auf dem Laptop, dem Tablet, dem Smartphone oder tatsächlich auf dem Bürotelefon durchgestellt.

 

Weitere Informationen unter

 

www.abisztelecom.de

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